Selbstgemachtes Vanilleeis

selbstgemachtes vanilleeis

Der Start war etwas holprig. Das lag weniger an meinen mangelnden Eiszubereitungskentnissen, als vielmehr an ihr. Meiner neuen Eismaschine. Ein Geburtstagsgeschenk von meinem Liebsten, das nicht so wollte, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ihre Aufgabe: Eis machen und kühlen – nach nur 30 Minuten sollte das Speiseeis fix fertig sein. Nicht bei unserem Modell: Selbst nach 40 Minuten war keine Spur von Eiskristallen, geschweige denn cremigem Eis zu sehen. Diagnose: Kühlt nicht. Zwei Wochen, einer Tour der Eismaschine zurück zu ihrem Hersteller und einem ausgetauschten Schalter später, war es soweit: Das erste Eis aus meiner Küche ist fertig!

Na gut, eigentlich ist es die zweite Eissorte. Denn die flüssige Stracciatella-Masse aus der nicht funktionierenden Eismaschine hatte ich nach dem dritten glücklosen Versuch einfach in den Gefrierschrank gepackt. Ein Mal umrühren und drei Stunden später war das Eis fertig – allerdings weit weg von cremig.

Der zweite Versuch mit der nun funktionierenden Eismaschine war wesentlich einfacher: 15 Minuten genügten, bis das cremige Vanilleeis direkt zum Schokoladenkuchen wanderte und von dort in meinen Mund 🙂
Was soll ich sagen: Auf den zweiten Blick habe ich mich doch in meine neue Küchenmitbewohnerin verliebt – auch wenn sie ganz schön viel Lärm macht, aber das Ergebnis spricht für sich.

Selbstgemachtes Vanilleeis

Beim Rezept für meinen 1. Eisversuch habe ich mich hier inspirieren lassen – statt Glucosesirup habe ich einfach etwas mehr Zucker genommen.

Für 4 kleine oder 2 große Portionen nehme man…
2 Eigelb
55 g Zucker
125 ml Milch
100 ml Schlagobers
1 Vanilleschote
Prise Salz

  1. Für das Vanilleeis Eigelb mit Zucker und Salz in einer Schüssel verrühren.
  2. Vanilleschote aufschneiden, Mark mit einem Messer auskratzen.
  3. Milch mit Schlagobers und Vanillemark in einem Topf aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, löffelweise unter die Dottermischung rühren.
  4. Die Masse wieder in den Topf leeren, Vanilleschote zugeben. Bei sehr schwacher Hitze die Masse leicht eindicken lassen. Die Masse darf auf keinen Fall kochen! Man merkt schon beim Umrühren, wie die Vanillemasse etwas dicker wird, es wird allerdings nicht so cremig wie etwa eine Lemon Curd. Perfekt ist die Masse laut dem Originalrezept, wenn man sie „zur Rose kocht“ (gibt es dafür einen anderen Ausdruck in Österreich?) – dazu einen Holzlöffel in die Vanillemasse tunken, die Rückseite nach oben drehen und von oben draufpusten – es sollte sich dabei eine leichte „Rose“ am Löffel bilden. Bei mir hat das rund 10-15 Minuten gedauert, die Rose war nur leicht sichtbar.
  5. Masse sofort vom Herd nehmen, abkühlen lassen und erst dann in die Eismaschine füllen. Bei dieser Menge hat es 15 Minuten gedauert, bis das Vanilleeis fertig war – bitte hier auf die jeweiligen Herstellerangaben achten!

Das Schokokuchen-Rezept gibt´s hier >

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3 thoughts on “Selbstgemachtes Vanilleeis

  1. Viel Spaß mit Deiner neuen Eismaschine. (Welches Fabrikat ist es denn?)

    Nur als kleiner Hinweis am Rande: Spürbare „Eiskristalle“ willst Du nicht im Eis haben, genau dafür ist ja die Eismaschien da, damit sie diese Kristalle, die beim Gefrieren entstehen, bricht, damit sie möglichst klein sind und sich nicht bemerkbar machen.

    1. Hallo Robert,
      danke für den Hinweis, da hab ich mich etwas laienhaft ausgedrückt! 🙂 Ich werke mit einer DeLonghi / Il Gelataio.

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